Zitate  

Es gibt Berge, über die man hinüber muss, sonst geht der Weg nicht weiter.

( In Erinnerung an meine Mutter Gisela )

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Heimat ist dort, wo deine Träume Erfüllung erfahren, deine Gedanken zur Ruhe kommen und dein Herz schneller schlägt. Aus Österreich

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Wir können die Sonne nicht scheinen lassen, aber wir können uns von dem entfernen, was einen Schatten auf uns wirft. C.H. Spurgeon

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Glück und Unglück nehmen den Menschen die Masken ab. Aus Indien

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Matcha Tee

 

 

Eigentlich habe ich mir übers Tee kochen nie wirklich Gedanken gemacht, hätte ich mal tun sollen.

Bei mir geht Tee kochen ganz einfach und um ehrlich zu sein, völlig entspannt, vonstatten. Eigentlich schon immer. Wasser kochen, Beutel in die Kanne, übergießen, warten und genießen. Klar, manchmal gab’s auch mal einen mit losen Teeblättern, aber auch dies ist völlig stressfrei zu bewerkstelligen;  ähnliches Prozedere, nur mit Tee-Ei…….aber sonst auch hier absolut nichts Aufgeregtes. 

Vor kurzem erst habe ich erfahren, dass das Ganze noch viel entspannter und noch viel ruhiger hätte ablaufen können, wenn ich Banause mich über die aus Japan und China importierte Teezeremonie rechtzeitig informiert hätte. Viele meiner Landsleute sind dieser Zeremonie wohl schon länger verfallen und finden Gefallen daran, der Zubereitung des Getränks mehr Aufmerksamkeit zu schenken und sie als besonderes Ritual zu gestalten. Für sie bedeutet das Hantieren mit Bambusmesslöffel, Mini-Kannen und filigranen Porzellanschälchen ein Ruhepol im Alltag. Aha!  

 Aus allem wird heute eine Weltanschauung gemacht. Bei der japanischen Teezeremonie wird Matcha - das ist zu Pulver gemahlener Grüntee – zu einem grasig-erfrischenden Trunk zubereitet. Jeder Handgriff ist dabei genau vorgeschrieben – wie zum Beispiel das Umrühren mit dem Bambusbesen. Mit diesem wird das giftgrüne Pulver in Wasser schaumig aufgeschlagen.

       Eine Art Meditation sozusagen, sogar Seminare werden hierzu angeboten. Brühzeiten und Aufgusstemperatur wollen genau beachtet, Grammzahlen gewissenhaft abgewogen werden.  Also was bitte soll daran entspannend sein?  Da lob ich mir doch wieder meinen guten, alten, vielverschmähten Teebeutel. Da bin ich in Nullkommanix mit der Zubereitung fertig , kann gemütlich die Beine hochlegen,  währenddessen diese kleine Kolumne schreiben  und der kleine Beutel weiß von ganz alleine,  was von ihm erwartet wird . Der braucht mich gar nicht…… (Vermutlich wäre ich sonst vor lauter angespannter, hoch konzentrierter  Zubereitung und der sich anschließend einstellenden Tiefenentspannung gar nicht mehr zum Tee trinken gekommen, geschweige denn zum Schreiben dieser Kolumne).

Eure Mascha

   
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